Justizzentrum Greifswald

Rohbau

Lage:
Greifswald
Summe:
3.800.000 €
Zeitraum:
2019 bis 2021
Bauherr:
Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
  • Copyright: buttler architekten GmbH
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Unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte sowie der städtebaulichen Einordnung wird in der Hansestadt Greifswald ein neues Justizzentrum entstehen. Am Standort Domstraße 6 – 7 werden zukünftig mit dem Landesverfassungsgericht, dem Oberverwaltungsgericht sowie dem Finanzgericht die drei höchsten Gerichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern untergebracht sein. Das Greifswalder Verwaltungs- und Amtsgericht werden ebenfalls im neuen Justizzentrum angesiedelt. Somit ergänzt der Gerichtsneubau die bereits vorhandenen Gerichtsgebäude und konzentriert die Gerichtsbarkeit an einem Standort. Verantwortlich für dieses Bauvorhaben ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, Geschäftsbereich Neubrandenburg.

Bereits im Jahr 2015 wurde das historische Gerichtsgebäude um den Neubau für das Grundbuchamt ergänzt. Im Rahmen der jetzigen Baumaßnahme soll dieser Erweiterungsbau um einen weiteren Baukörper verlängert und durch einen Neubauflügel an der südlichen Grenze des Grundstücks erweitert werden.

Die drei- und viergeschossigen Erweiterungsneubauten mit Staffelgeschoss an das bestehende Oberverwaltungsgericht mit Grundbuchamt werden das Amtsgericht und das Verwaltungsgericht beherbergen. Der neue Erweiterungsbau des Justizzentrums steht in direkter inhaltlicher und gestalterischer Verbindung zur bereits gebauten Erweiterung des Grundbuchamtes. Die bestehende Fassadenstruktur der regelmäßigen Lochfassade wird übernommen und im Neubaubereich konsequent weitergeführt. Um dem Ziel einer einheitlichen Gestaltungsform des gesamten Justizzentrums gerecht zu werden, kommen im Neubau auch die gleichen Materialien wie im Bestand zum Einsatz. Der Gebäudekomplex wird über einen neuen Haupteingang im Hofbereich zwischen den Neubauten erschlossen. Die interne Erschließung der Geschosse erfolgt über ein zentrales Treppenhaus, in welchem die Aufzüge angeordnet sind. Das Gebäude wird barrierefrei über eine Rampenanlage erschlossen, die interne Erschließung aller Geschosse erfolgt behindertengerecht.

Die Gebäude werden in Massivbauweise errichtet. Die Dächer und Decken werden als Stahlbetondecken erstellt. Die Wände werden in Stahlbeton und außen mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade ausgeführt. Die Gründung erfolgt als Tiefgründung mit Betonpfählen und Balkenrost beim Erweiterungsneubau und mit einer Flachgründung beim Neubauflügel.

Hauptmengen:

  • Erdarbeiten (Hinterfüllung/Baugrundverbesserung: 1.300 m³
  • Spritzbeton: 90 m³
  • Dämmung/Frischbetonverbundfolie KG: 1.400 m²
  • Beton: 3.650 m³
  • Schalung: 13.000 m²
  • Bewehrung: 640 t
  • Stahlbau: 14 t

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